Dommusikverein St. Pölten
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Orgel plus VIOLINE - RISING STARS

So, 5. Mai 2024, 18.00 Uhr 

 

Werke von Johann Sebastian Bach, Oliver Messiaen, Georg Muffat, u.a.

 

Eva Saladin, Violine
Christoph Anzenböck, Orgel

 

 

Programm dieses Abends:

 

SUB UMBRÂ ALARUM TUARUM
Unter dem Schatten Deiner Flügel

Kaiser Leopold I. gewidmete Toccaten und Sonaten 


IL FUOCO ETERNO

EVA SALADIN | VIOLINE
CHRISTOPH ANZBÖCK | ORGEL

 

GEORG MUFFAT (1653–1704) | TOCCATA I Apparatus musico-organisticus …
Salzburg 1690

CARLO AMBROGIO LONATI (c.1645–c.1710/1715) | SONATA I
ehemals Sächsische Landesbibliothek, Dresden
I. unbezeichnet
II. unbezeichnet
III. Largo
IV. Sostenuto
V. Largo
VI. Presto

GEORG MUFFAT | TOCCATA III Apparatus musico-organisticus …
Salzburg 1690

LONATI | SONATA VI ehemals Sächsische Landesbibliothek
Dresden
I. Largo – Spiritoso – Largo
II. Spiritoso
III. Adagio
IV. Allegro
V. Allegro
VI. Variato

GEORG MUFFAT | TOCCATA VIII Apparatus musico-organisticus …
Salzburg 1690

CARLO AMBROGIO LONATI  | CIACCONA
ehemals Sächsische Landesbibliothek
Dresden

 

Die Künstler:

Eva Saladin

 

 

Eva Saladin studierte bei Kees Koelmans und Lucy van Dael am Konservatorium Amsterdam. Danach studierte sie Barockgeigebei Leila Schayegh und David Plantier an der Schola Cantorum Basiliensis, und schloss das Studium 2013 mit Auszeichnung ab. Auch beschäftigte sie sich intensiv mit historischer Improvisation in der Klasse von Rudolf Lutz.
Heute lebt sie als freischaffende Musikerin in Basel. Ihre Arbeit setzt sich zusammen aus Kammermusik- und Orchesterprojekten sowie Solorezitals mit einem Repertoire vom Frühbarock bis zur Frühromantik. Sie legt grossen Wert auf historische Spieltechniken, stilgerechte Ornamentik und Improvisation als selbstverständliche Komponente ihrer Konzertprogramme. Zudem engagiert sie sich für zeitgenössisches Musiktheater und Performance sowie freie Improvisation.
Neben ihren Solo-Auftritten und ihrer Arbeit mit ihrem eigenen Ensemble Odyssee ist sie Konzertmeisterin des La Cetra Barockorchester Basel und von Gli Angeli Genève, und spielt sie regelmässig, meist in führenden Positionen, mit Ensembles wie Collegium Vocale Gent, Il Profondo, Profeti della Quinta, Il Gusto Barocco.

www.evasaladin.com

 

Christoph Anzboeck

 

ist ein klassischer Musiker, spezialisiert auf historisch informierte Aufführungspraxis, Basso Continuo und frühe Tasteninstrumente. Derzeit lebt er in Basel (Schweiz) und Wien (Österreich).

Christoph Anzböck stammt ursprünglich aus Weinviertel; Im Fokus seiner künstlerischen Arbeit steht das vokale und instrumentale Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts, das er als Ensembleleiter und Spieler von Tasteninstrumenten erforscht. Musik im Zusammenhang mit anderen künstlerischen Ausdrucksformen wahrzunehmen, in ihrer intellektuellen und emotionalen Dimension zu erfassen und in gegenwärtigen Kontexten sprechen zu lassen, ist sein zentrales Anliegen. Die Beschäftigung mit geistlicher und weltlicher Vokalmusik sowie dem solistischen Repertoire für Tasteninstrumente bildet den Kern seiner künstlerischen Arbeit. Von besonderem persönlichen Interesse ist für ihn die Neuentdeckung bislang unbeachteter Werke.

Einen Schwerpunkt bildet dabei die Auseinandersetzung mit der wenig rezipierten musikdramatischen Produktion im Kontext des Wiener Hofes am Übergang vom 17. zum 18. Jahrhundert. Die erfolgreichen Neuproduktionen des Sepolcros „Le due passioni“ (Marc’Antonio Ziani, Wien 1705 | Basel 2018) und des „Oratorio di Sant’Orsola“ (Carlo Agostino Badia, Wien 1694 | Basel 2021) stellten erste Ergebnisse dieser Beschäftigung dar. Gemeinsam mit der Violinistin Eva Saladin gründete Christoph Anzböck im Jahr 2023 das Ensemble IL FUOCO ETERNO, um das Feuer für diese besonders faszinierende Episode der europäischen Musikgeschichte neu zu entfachen und das Repertoire einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Als Kirchenmusiker des Benediktinerklosters Mariastein obliegt ihm die musikalische Gestaltung der liturgischen Feiern und die Leitung der für die Veranstaltung des jährlichen Zyklus der „Mariasteiner Konzerte“ verantwortlichen Konzertkommission. Diese Aufgabe verbindet er seit 2022 mit der Leitung der Chöre und Scholen der Pfarrei Muri im Aargau.

Christoph Anzböck trat mit namhaften Ensembles der Alten Musik auf und wirkte als musikalischer Assistent für Musiktheaterproduktionen (Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Heidelberger Frühling u.a.). Rundfunk- und CD-Aufnahmen für SRF, ORF, SR und Coviello Classics dokumentieren seine Arbeit. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit stilistischen und aufführungspraktischen Fragen, besonders im weiten Themenfeld des Generalbassspiels, ergänzt seine künstlerische Tätigkeit. Er wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, u.a. beim Daniel-Herz-Orgelwettbewerb und dem Wettbewerb um den „Förderpreis Alte Musik“ des Saarländischen Rundfunks.

Ein Masterstudium in „Generalbass und Ensembleleitung“ an der Schola Cantorum Basiliensis bei Jörg-Andreas Bötticher und Andrea Marcon schloss er im Jahr 2018 mit Auszeichnung ab, nachdem er zuvor Studien an der Universität Wien, der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und der Hochschule für Künste Bremen absolviert hatte.

christophanzboeck.com

 

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